Unsere Klassenfahrt 2011 
nach Langeoog

 

 

Erster Bericht

Unsere Klassenfahrt war ein voller Erfolg, jedoch mit Ecken und Kanten! Das ist doch selbstverständlich.
Schon sechs Monate vor der Klassenfahrt steckte uns unsere Klassenlehrerin mit dem aufregenden Gefühl "Klassenfahrt" an.
Jeder plante schon die Zimmerverteilung, jeder konnte es kaum erwarten, auf Langeoog anzukommen.
Wir wussten schon im Voraus, was wir machen werden und deshalb stieg unsere Abenteuerlust noch mehr.
Der Tag der Abreise war gekommen, der 06.06.2011. Auf diesen Tag haben alle gewartet, egal ob mit Zweifel oder Freude.
Am 06.06.2011 trafen wir uns um 07.45 Uhr am Mirker - Bahnhof, um die Reise anzutreten.
Manche Eltern waren auch da, aber ich glaube, jeder Schüler war froh, fünf Tage lang seine Eltern nicht zu sehen. Abwechslung tut jedem gut.
 
Als der Bus eintraf, verabschiedeten wir uns von unseren Eltern.
Wir stiegen in den Bus und direkt fing die erste Auseinandersetzung an, wer neben wem sitzen sollte.
Schließlich fanden wir eine Einigung, wir setzten uns hin, winkten ein letztes Mal unseren Eltern zu, und unsere Klassenfahrt begann.
Im Bus waren die Aufregung und die Vorfreude deutlich zu sehen und zu hören.
Manche haben geschlafen, manche gegessen und getrunken, manche Musik gehört oder PSP gespielt,
aber alle waren in Gedanken schon auf Langeoog im Schullandheim.
 
Wie werden unsere Zimmer aussehen, wann müssen wir ins Bett gehen, mit wem werden wir uns die nächsten 5 Tage ein Zimmer teilen?
Diese Fragen beschäftigten uns die ganze Busfahrt lang. Damit die sonst langweilige Busfahrt nicht allzu ermüdend wurde, haben meine Klassenkameraden und ich sie zu einer Party verwandelt. Wir sangen laut, erzählten uns Witze, aßen Süßigkeiten und so ging die Busfahrt wie im Flug vorbei. Dennoch war unser Ziel noch nicht erreicht.
 

Als wir mit dem Bus am Hafen ankamen, haben wir mehr als 30 Minuten auf unsere Fähre gewartet. In dieser Zeit betrachteten wir den Hafen, das wunderschöne Meer und rochen die gesunde Meeresluft. Manche Schüler hatten Hunger und holten sich in der Zeit eine Pizza oder etwas
anderes zu essen.

Als unsere Fähre ankam, verteilte uns Frau Canters Bordkarten, mit denen wir in die Fähre hineinkommen konnten. Danach sammelte sie die Karten
wieder ein, damit wir sie nicht verlieren, da wir sie auf der Rückfahrt nochmal brauchen werden.

Wir stiegen in die Fähre, die Fähre fuhr los und wir setzten uns ganz oben hin. Dort war es aber ziemlich kühl, da es wolkig war und es auf dem Meer
sowieso immer windig und kühl ist, vor allem in dieser Jahreszeit.

 

Als wir am Hafen in Langeoog ankamen, stiegen wir aus und schauten uns um, ob hier in der Nähe unser kleines "Aufenthaltsörtchen" lag.
Doch weit und breit war nichts zu sehen.

Frau Canters sagte uns, dass wir den Zug vom Hafen nehmen müssten, um ins Dörfchen zu gelangen. So nahmen wir den Zug und fuhren 10 Minuten
zum besiedelten Ort. Dort holten wir unsere Koffer aus dem Zug und traten den Weg zur Jugendherberge an.

Mein erster Eindruck von Langeoog war positiv, aber ungewohnt. Es gab keine Autos, keine Hochhäuser, keine großen Arkaden, keine Jugendlichen,
das völlige Gegenteil von unserer Großstadt Wuppertal. Aber es war schön, die Architektur gefiel mir und die Gärten.

Wir schleppten unsere Koffer 10 Minuten lang und kamen dann schließlich an der Jugendherberge an.
Der erste Eindruck war ganz normal, eine gewöhnliche Jugendherberge, nichts Besonderes. Wir gingen in
unsere Zimmer, doch nicht jeder war zufrieden. Nicht in jedem Zimmer gab es Stecker, und in keinem
der Zimmer konnte man das Fenster öffnen - bestimmt aus Sicherheitsgründen - aber das war ein Nachteil,
da keine frische Luft hereinkam.
Wir packten unsere Koffer aus und bezogen unsere Betten. Dann wollten wir
uns die Badezimmer anschauen. Uns Mädels traf der Schock: Nur zwei Duschkabinen! Jeder konnte hereinkommen,
weil man nicht abschließen konnte. Die Jungs nahmen es gelassener, aber auch sie waren nicht sehr zufrieden damit.
Das einzige Gute daran war, dass es unten in der Küche noch zwei Duschkabinen gab. So konnten wir uns absprechen.
 

Nachdem wir alles inspiziert hatten, gingen wir zum Strand. Es war wunderschön, ehrlich!

Schon von weitem aus rannten die meisten mit hochgekrempelten Hosen und T-Shirts ins Wasser und hatten einfach nur noch Spaß.

Es war nicht warm, aber das war uns in dem Moment wirklich egal. Nach einer Stunde gingen wir wieder zurück zum Schullandheim.

 
Wir sollten uns waschen und umziehen und dann zum Abendessen herunterkommen. Als wir sahen, was es zum Essen gab, verging uns sofort der Appetit. Butterbrote!!! Was wir nicht wussten, war, dass wir die nächsten 5 Tage nur das essen würden und mittags vielleicht eine Dosensuppe. Einmal gab es Nudeln mit Soße, das andere Mal Steaks für die Christen und Frikadellen für die Moslems mit Kartoffelpüree. Nudeln in allen Variationen!!
Meine Mädels und ich gingen sofort danach zum Supermarkt und kauften uns alles Mögliche zu essen.
Wir haben unsere Einkäufe in unserem Zimmer gelassen und gingen uns eine Pizza holen, weil wir immer noch Hunger hatten.
 
Bis 20 Uhr durften wir draußen bleiben und um 22 Uhr mussten wir in unsere Zimmer. In diesen zwei Stunden tobten wir im Haus herum, schauten in anderen Zimmern vorbei und guckten sie uns an. Um 22 Uhr gingen wir in unsere Zimmer, aber das hieß noch lange nicht, dass unser Tag zu Ende war. Als die Lehrer gegen 1 Uhr in ihre Zimmer gingen, fing der Spaß erst an.  
Wir erzählten uns Gruselgeschichten, damit unser Adrenalinspiegel noch mehr stieg. Allerdings war er schon sehr hoch gestiegen, weil wir immer das Gefühl hatten, dass wir erwischt werden und es dann Ärger geben würde. Unser Adrenalinspiegel war gerade auf dem Höhepunkt, als natürlich die Lehrer kamen und schauten, ob wir vollständig im Zimmer sind und ob auch die richtigen Personen im Zimmer sind. Tja, wir wurden also erwischt und zur Ordnung gerufen, aber sonst ging es noch einmal glimpflich ab. Wir hatten in dieser Nacht nur 4 Stunden Schlaf, da wir um 7 Uhr geweckt wurden - ein bisschen wenig, wenn ich ehrlich bin.

Und so vergingen weitere drei Tage mit spannenden Erlebnissen. (Berichte folgen)

                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                       
Am letzten Abend - am Donnerstag - fand ein Spieleabend statt, an dem wir Witze erzählten, Sketche sahen und Spiele spielten. Diesen Abend wollten wir genießen und somit unsere Klassenfahrt fröhlich abschließen. Nach dem Spieleabend tobten wir wieder ziemlich lange, aber dann waren wir doch müde und gingen ins Bett.  

Am nächsten Morgen packten wir voller Vorfreude auf das "alte Leben" unsere Koffer, frühstückten und trafen die Rückreise mit gemischten Gefühlen an.

Als wir wieder in Wuppertal ankamen, waren wir sehr glücklich, wieder hier zu sein. Wir wollten natürlich so weiter machen wie früher, unsere Eltern,
Geschwister und Freunde in den Arm nehmen und sagen, dass wir es doch nicht lange ohne sie aushalten können.

Insgesamt war es eine schöne und gelungene Klassenfahrt, mit positiven und negativen Erlebnissen.

Ein großes Dankeschön an unsere Lehrer, die uns diesen Spaß und diese Abwechslung geboten haben!!

Und ein noch größeres Dankeschön an unsere Eltern, die uns das überhaupt ermöglicht haben!

Eva S., 7a
 
     
     
Layout: I.Canters     

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